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(in zeitlicher Abfolge)


MICA-Interview
12.02.2013
mica-Interview mit Irene Kepl und Gerald Resch
(Musik im Raum)
,

Linz war 2009 Kulturhauptstadt. Doch was ist davon geblieben? Die Idee, die ohnehin in der oberösterreichischen Hauptstadt vorhandenen Energien zu bündeln, den Musik- und Kunstschaffenden Raum für Veranstaltungen und den Rahmen für einen lebendigen Diskurs zu liefern. Um dies in die Realität umzusetzen, gründeten die gebürtigen Linzer Irene Kepl und Gerald Resch den Verein "Musik im Raum", der ab 28.2. am jeweils letzten Donnerstag des Monats bei freiem Eintritt Konzerte an wechselnden Orten veranstaltet und den Austauschen unter KünstlerInnen sowie auch zwischen KünstlerInnen und Publikum fördern will. Wie das funktioniert, darüber sprache
n die Initiatoren mit Doris Weberberger.

>> mehr


radio_FRO: Beitrag
19.02.2013
Näheres zur Konzertreihe "Musik im Raum"

>> mehr


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Do, 28.02.2013, 19:00
>> Tabakfabrik Linz

ZIMMER3 feat. WIREART
tales from the bottle

Michaela Schausberger, Stimme, Bewegung, Percussion, Electronics
Christian Kapun, Klarinette, Saxonett, Kontrabassklarinette, Electronics

MiR lädt nun zur  ers
ten Veranstaltung in der Tabakfabrik: ZIMMER3 wird mit  tales from a bottle Unerhörtes hörbar machen, Stimmungen einfangen, in sie hinein spüren und dann in neue Formen gießen. Das ist das musikalische Credo der Duoformation ZIMMER3. Die Drahtskulpturen des Scharnsteiner Künstlers Markus Moser und Texte über seine Arbeitsweise inspirieren die beiden MusikerInnen abstrakte Geschichten zu erzählten. Vorgefertigtes Material schafft Raum für Improvisation.

Eine überdimensionierte Wärmeflasche, ein Schaukelpferd mit Taucherbrille und diverse Alltagsgegenstände dienen als raumgestaltende, klanggenerierende und bewegungsauslösende Körper. Sie färben akustisch und visuell in feinen Schattierungen und Nuancen die offenen musikalischen Formen von ZIMMER3, wobei das Experiment über der musikalischen Sicherheit steht.

"Wenn Metall einen leeren Raum umspannt, wird der Schein zur Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist durchsichtig. Hinter ihren Grenzen lässt sich Absurdes und Verbotenens verstecken." (M.Moser)

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Do, 21.03.2013, 19:00
>> Kepler Salon
Rathausgasse 5
4020 Linz

Das Schwere und das Leichte: Übers Erfinden.
eine musiklaboratorische plauderei mit bertl mütter

„bertl mütter gilt heute als der große österreichische posaunenindividualist (was immer das sein mag), seine spielweise ist eine rhetorische, im wörtlichen sinn: ihn spielend zu erleben bedeutet, direkt dabei zu sein, wie die geschichte im erzählen entsteht; es ist eine weite reise, von einer zarten wildheit, dass es schwer fällt, sich teilnahmslos ihr zu entziehen. (muss man auch nicht, es tut gut!). rhetorisch, das bedeutet, dass wir es mit einem künstler zu tun haben, der nicht nur musikalisch (improvisierend, spielend, für andere komponierend), sondern auch verbal höchst eigenständig (und -willig) zu reflektieren in der lage ist. serious fun.”

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Do, 23.05.2013, 19:30
>> Großer Saal der Anton Bruckner Privatuniversität
Einführung: 16:30 mit Alexander Stankovski

John Cage - Alexander Stankovski
Sonatas, Interludes und Interventions für (un)präpariertes Klavier
Sven Birch
Klavier

Schlagzeugorchester für zehn Finger: John Cages „Sonatas and Interludes” sind sein umfangreichstes Werk für präpariertes Klavier und ein Meilenstein der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts. Hier werden sie nicht als kanonisierter Text dargeboten, sondern mit Interventionen, Kommentaren und Tropierungen des Komponisten Alexander Stankovski konfrontiert, die ihren Werkcharakter in Frage stellen und zugleich bestätigen.

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Fr, 28.06.2013, 19:30
>> Galerie MAERZ
Eisenbahngasse 20, 4020 Linz

GO LOW

Alfred Reiter
Baritonsaxophon
Marcus Huemer Kontrabass
Petra Stump Bassklarinette
Heinz-Peter Linshalm Bassklarinette

Werke von Fritz Keil, Tobias Klein, Jorge Sanchez-Chiong, Lee Hyla, Gunter Schneider, Christoph Herndler

Seit vielen Jahren beschäftigen sich Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm leidenschaftlich mit tiefen Instrumenten. Gemeinsam mit Marcus Huemer ist das Trio SOLOW entstanden. Für dieses Konzert "Low Vibrations" erweitern sie die Besetzung von zwei Bassklarinetten und Kontrabass mit einem Baritonsaxophon, das von Alfred Reiter gespielt wird. Sie kreieren gemeinsam ein neues, noch farbenreicheres Programm - mit Musik von österreichischen Komponisten und Komponisten aus fernen Ländern (Amerika, Venezuela, Niederlande). Christoph Herndler wird für diesen Abend "Low Vibrations" außerdem ein eigens für diese Besetzung konzipiertes Werk einstudieren.

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Do, 26.09.2013, 18:00
Treffpunkt im Volksgarten
vor dem Musiktheater, Linz

[
Nur bei Schönwetter!
Ersatztermin bei Regen 29.9., 18:00 ]

pianomobile
das fahrradfahrende Klavier im Volksgarten
uhr zeiger sinn

Karen Schlimp
Klavier, Konzeption
Manuela Kloiblmüller Akkordeon, Regie
Sabine Pyrker Percussion
Norbert Zehm Klavier

Werke von Norbert Zehm, Olczak Krzysztof, Gerhard Krammer, Karen Schlimp, John Cage und Improvisationen der MusikerInnen

Der öffentliche Raum im Volksgarten wird zur Bühne für ein Wanderkonzert zum Thema Zeit. Pianomobile ist so interessant wie skurril. Ein Konzertflügel ist in Bewegung und trifft auf Percussion und Akkordeon. Mit einem Tridem geht es durch den Volksgarten und das Publikum spaziert in nicht alltägliche Hör-Räume. „Clockwise“ von Norbert Zehm für Klavier zu 4 Händen markiert den Beginn beim Eingang zum Musiktheater. Das Konzert kommt in Bewegung und spielt sich durch Natur und Kultur. Kompositionen von Karen Schlimp, Gerhard Kramer, John Cage werden genauso eingebaut wie Improvisationen auf den Plätzen und mit den Gegebenheiten des Parks.

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Do, 28.11.2013, 19:30
>> Friedenskirche Linz
Wildbergstraße 30, Linz-Urfahr

WEandUS

Lisa Kronsteiner
Bassklarinette,
Thomas Frey Flöten
Matthias Kronsteiner Fagott

Zeitgenössische Musik aus West Europa und den Vereinigten Staaten

WEandUS verbindet die Arbeit zeitgenössischer Komponisten aus West Europa und den United States of America.  Nach mehrjährigen Studienaufenthalten widmen sich Lisa Kronsteiner (Doctor of Musical Arts, State University of NewYork) und Matthias Kronsteiner (Master of Music, Manhattan School of Music) gemeinsam mit dem Wiener Flötisten Thomas Frey (Klangforum Wien u.a.) dem Vermitteln von und zwischen zeitgenössischer Musik aus ‚Good Old Europe’ und der ‚Neuen Welt’. Zu unterschiedlich sind die Herangehensweisen der Komponisten an ihre Arbeit um nur von einer Neuen Musik zu sprechen. Experimenteller Einsatz der Instrumente, Einbetten in das akustische Umfeld von elektronischer Musik, Live-Electronics und Abstecher in das Jazz-Vokabular prägen den Konzertabend der drei Musiker, die mit Bassklarinette, Flöten und Fagott  eine Auswahl zahlreicher Facetten der zeitgenössischen Musik von Komponisten beider Kontinente präsentieren.


Programm

Johannes Berauer(*1979)
Mizar A &Mizar B 

Roland Neuwirth(*1950)
Tasty Sides for Flute and Bassoon(UA)

MatthiasKranebitter(*1980)
Ringelreigen 116,9gCO2

Claudio Ambrosini (*1948)
Capriccio, detto l’ermafrodita

Arthur Kreiger(*1945)
IntimateExchanges           

Gene Pritsker(*1971)
Devolution(UA)

Lisa Kronsteiner(*1984)
WE about US(UA)


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Mo, 20.01.2014, 19:30
>> Anton Bruckner Privatuniversität
Wildbergstraße 18, Linz-Urfahr

Memplex feat. Mira Lu Kovacs, Daniela-Katrin Strobl, Christoph Varga

EINANDER

Was in Großstädten an Vielfalt aufeinanderprallt und kollidiert, kollaboriert hier im Kleinen. Die Begegnungen sind unterschiedlich. Drei Künste begegnen sich, kommen mit ihren strukturierten Formen und formen daraus stets ein neues Ganzes.

Den gemeinsamen Ausgangspunkt bildet die Musik des aktuellen Albums der Band Memplex. Die Art der Begegnung entsteht im Moment des Geschehens und lockt aus den gegebenen Formen heraus – hin zu improvisierten Sequenzen. Inwieweit dies möglich ist und wie sich das gestalten kann, damit beschäftigen sich fünf Musiker, eine Musikerin, ein Filmemacher und eine Tänzerin.

Memplex wurde 2009 vom Schlagzeuger/Komponisten Niki Dolp gegründet. 2012 veröffentlicht die Band ihr Debut Album "Souvenir" auf Listen Closely. Die Band formt mit ihren eingängigen Kompositionen einen Bandsound, der Herz und Geist gleichsam berührt. Das Programm Einander wurde beim Herbstklang Festival 2012 Uraufgeführt und bringt Memplex feat. Mira Lu Kovacs mit der Tänzerin/Choreographin Daniele-Katrin Strobl und dem Visualisten Christoph Varga zusammen.

Mario Rom Trompete,
Werner Zangerle Tenorsaxophon,
David Six Piano,
Walter Singer Kontrabass,
Niki Dolp Schlagzeug

>> https://www.facebook.com/memplexband


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Mo, 30.01.2014, 20:00
>> OK - MEDINEDECK
OK Platz 1, 4020 Linz

Hannes Loeschl / Jianan Qu / Ursula Klein / Vilte Svarpilte

ARE YOU LONESOME TONIGHT

„Are you lonesome tonight“ handelt von einem Dialog im limitierten Raum, genauer gesagt zwei Räumen. Während der eine sich füllt, leert sich der andere. Während sich da ein Körper materialisiert, abstrahiert sich dort eine Musik aus der Vakuumverpackung.

Zwei Planeten, jeder für sich und doch abhängig voneinander. Dazwischen eine Schleuse. Luft als Träger und Mittler. Die pneumatischen Variationen von Musik und Bewegung halten die Räume zwischen ihrer größten Ausdehnung und engsten Form in ständiger Bewegung.

„... you seemed to change and you acted strange...“

Dauer : ca. 40 min.


Ursula Klein Environment
Jianan Qu Choreography
Vilte Svarpllte Performance
Hannes Loeschel extended Harmonium


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Do, 22.05.2014, 19:00
>> Tabakfabrik Linz

Brücken/Wege/Gänge
Platypus Ensemble (Wien)

Sieglinde Größinger, Flöte
Ryuta Iwase, Klarinetten
Marianna Oczkowska, Violine
Irene Frank, Violoncello

Seit jeher geht der Mensch. Der aufrechte Gang ist sogar eines jener Merkmale, die den Menschen zum Menschen machen. So wird natürlich durch die Kulturgeschichte hindurch auch viel gegangen, dem Gehen wird oft besondere Bedeutung gegenüber anderen Arten der Fortbewegung beigemessen, ganze Denktraditionen bauen auf dem Gehen auf, und manche (reale oder metaphysische) Gänge lassen sich per definitionem nur zu Fuß, wenn nicht: nur zu bloßem Fuß erledigen. Gehen aber impliziert Wege, und Wege führen nicht selten auch über Brücken, wenn da welche sind.

Platypus, das ist eine wagemutige junge Gruppe von KomponistInnen, InstrumentalistInnen und DirigentInnen auf ihrem Weg zu einer diverseren, freieren und schöneren Welt. Das Schnabeltier (so Platypus zu deutsch) tritt für Pluralität, Gleichberechtigung und die Abkehr vom Elitismus im Bereich der (zeitgenösischen) Musik ein. Durch Platypus gab es allein  in den letzten drei Jahren   mehr als 200 Uraufführungen junger KomponistInnen aus Österreich und vielen anderen Teilen dieser Welt, zum Teil Auftragswerke, zum Teil bereits existierende Stücke, die allerdings aus diversen Gründen in der Lade liegen mussten. In anderer Lesart liegt darin ein Verweis auf die vorhandene Offenheit des Zugangs, den höchsten künstlerischen Anspruch, die basisdemokratische Anlage. Wie man es dreht und wendet, irgendwo hat es immer Schuppen, niemals aber vor den Augen.


http://platypusensemble.wordpress.com


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Samstag, 14.6.2014, 16:30,
>> Brucknerhaus - Mittlerer Saal
Festival Neue Musik

Musik im Raum – The Life

Judith Ramerstorfer, Sopran
Andrej Serkow, Akkordeon
VERSO
Irene Kepl, Violine
Susanna Gartmayer, Bassklarinette
Petr Vrba, Trompete, Elektronik
Mark Holub, Schlagzeug

Programm:
J.Varga: Liederzyklus für Sopran und Akkordeon
S.Chuang: moments musicaux für Sopran und Akkordeon L.Samodayewa: noli me tangere für Sopran und Akkordeon
A.Gentile: notti di gatto für Sopran und Akkordeon
I.Kepl: Verso (UA) für Sopran, Akkordeon, Violine & Elektronik, Trompete & Elektronik, Bassklarinette, Schlagzeug

In
Musik im Raum – The Life versucht die Linzer Geigerin und frischgebackene Trägerin des Theodor-Körner-Förderpreises Irene Kepl einmal mehr mit ihrem Ensemble VERSO, der Sopranistin Judith Ramerstorfer und Yova Serkowa am Akkordeon im Mittleren Saal das übliche Konzertritual in mehrerer Hinsicht durcheinanderzuwirbeln: Einerseits, indem die Stücke gemixt werden, andererseits, weil die zwei Ensembles nahtlos einander abwechseln.
Der witzige Liedzyklus von Judit für Sopran und Akkordeon mit dem unbescheidenen Titel The Life steht dabei im Zentrum. Irene Kepl beschließt den Nachmittag mit einer Komposition, die als Hommage an das Ensemble gedacht ist: VERSO, bei der nun alle Musiker zusammenwirken und eine ungewöhnliche Melange von Elektronik, Trompete, Bassklarinette und Schlagzeug ihre Wirkung entfaltet. Dafür kommen etwa der US-Amerikaner Mark Holub und die experimentelle Rockmusikerin Susanna Gartmayer nach Linz.

Preis Euro: 23,– / 16,– // Jugendkarte: 7,–

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Montag 8.9.2014, 19:30,
>> Deep Space im Ars Electronica Center Linz
im Rahmen des ARS Electronica Festivals 2014

TOUCHING

Veronika Simor: Keyboard, Laptop, Controller
Johannes Kretz: Laptop, Sensoren, Software


TOUCHING sucht stets neue Orte, sucht den Klang, den Raum - den Klang im Raum, das Gespräch (miteinander, mit dem Raum, mit dem Klang). TOUCHING reagiert auf gegebene Situationen, schafft innovative klanglich-künstlerische Räume und interaktive gestische Topologien im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation, weil das Neue stets nur aus der Feebackspirale zwischen unvorhersehbarem Experimentieren und evaluierendem Erfassen temporärer Resultate in evolutiven Zyklen geschehen kann.

Charakteristisch ist das klangliche Gespräch im Raum, dass sich zwischen den Performern entspannt, Wechselwirkungen ermöglicht, eine Diskussion aus Klanggesten, mitunter Berührung und Verschmelzung, Auflösung der Identitäten, um eine gemeinsame Klanggestalt zu erreichen. Dabei spielt auch der Einsatz verschiedener MIDI-Controller und Sensoren (Leapmotion, iPad etc.) eine Rolle, ebenso der Einsatz von instrumentalen Klangquellen (wie z.B. präpariertes Violoncello etc.).

Konkretes klangliches Material wird im musikalischen Kontext multidimensional animiert, spatialisiert, transformiert, in Bezug gesetzt und mitunter auch mit speziell konzipierten Visuals kombiniert. Wichtig ist auch der evolutive Aspekt von TOUCHING. Jeder Auftritt basiert auf den vergangenen, entwickelt sich aber auch von diesen weg, setzt einen weiteren Schritt auf einer langen Reise.

Der spezielle, innovative Raum des Deep Space im Ars Electronica Center mit seinen außergewöhnlichen multimedialen Möglichkeiten trifft sich mit innovativen Klangkonzepten von TOUCHING, erweitert dadurch seine physischen, körperlichen Eigenschaften, die Klänge schweben durch alle Dimensionen und ermöglichen ein Gespräch zwischen Raum und Klang auf ungeahntem Level.

Die künstlerischen Paradigmen von TOUCHING sind jedenfalls auch als Stellungnahme zu gesellschaftlichen Fragen zu verstehen. Die Sensibilität für Veränderung im Spannungsfeld zwischen der Brüchigkeit und Unberechenbarkeit des Aufbruchs ins Ungewisse und dem Suchen von Balance und vorübergehender Stabilität des Moments spiegeln eine Weltsicht, die Veränderungen im Kontext der globaler Entwicklungen reflektiert.

TOUCHING arbeiten als künstlerisches Duo seit vier Jahren zusammen und hatte mehrere Auftritte in dieser Formation, unter anderem bei der von der IGNM organisierten Konzertreihe „Strom-Musik“, weiters im Palais Kabelwerk Wien, in der Alten Schmiede und im Semper-Depot (in Kooperation mit „The Electroacoustic Project“).

johanneskretz.com
deepspace-touching



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Donnerstag, 30.10. 2014, 19:30,
>> Marcel Callo Kirche


I
m Kirchenraum des Pfarrzentrums Marcel Callo in der ehem. Tuchfabrik Himmelreich & Zwicker, Schörgenhuberstraße 39, 4030 Linz 


MACHICOTAGE

"Erkundungen mit Ockeghem und Jungwirth"

Kompositionen von Althoff / Jungwirth / Ockeghem

für Gesang, Tanz, Schlagzeug, Klavier & Cello

 
Mitwirkende:
 
Katrin Auzinger: Mezzo-Sopran, Cello
Gergely Dudas: Tanz
Georg Wilbertz: Schlagzeug
Christoph Althoff: Klavier, Komposition, Leitung
 
 
Ausgangspunkt und Bezugsrahmen bilden Vokalkompositionen des flämischen Komponisten Johannes Ockeghem (ca. 1410-1497).
Dabei steht nicht nur die Musik dieses Renaissance-Komponisten im Fokus, sondern auch einzelne Aspekte der Kultur des 15. Jahrhunderts.
Das Projekt isoliert und dekonstruirt einzelnde Stimmen aus der "Missa Caput" von Ockeghem; diese durchaus für heutige Ohren fremdartigen Klänge werden kombiniert und konfrontiert mit Improvisationen unterschiedlicher Besetzung und unterschiedlicher Intensität.
Das Duo  "Sieben Stücke fuer Violoncello und Klavier" von Rudolf Jungwirth bildet eine auskomponierte Insel, die im Laufe des Konzertes, von improvisatorischen Klängen umflossen, noch einmal erscheint...
Hinzu treten figürlich-gestige Kontrapunkte des Taenzers Gergely Dudas.


Eintritt frei

Pfarrzentrum Marcel Callo in der ehem. Tuchfabrik Himmelreich & Zwicker, Schörgenhuberstraße 39, 4030 Linz Auwiesen
(Strassenbahn #1 bis Endstation Auwiesen, dann durch den Park)


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So, 23.11.2014, 11:00 !!

...floating...

Landesgalerie Linz, Museumstrasse 14, 4010 Linz

Franziska Fleischanderl, Tenorhackbrett (AT)
Frederik Neyrinck, Klavier (BE)
Lorenzo Romano, Electronics (IT)

In diesem Konzertprogramm haben die ausgewählten Stücke auf unterschiedliche Weise mit dem Thema „Fließen“ zu tun. Lorenzo Romano wird die einzelnen Werke zusätzlich mit elektronischen Klängen verbinden – sozusagen Brücken von einer Klanglandschaft zur nächsten bauen, wobei seine Arbeit dem sukzessiven Überschreiten einer realen Brücke gleichkommt: den soeben „verlassenen“ Landstrich nimmt man nun aus einer distanzierten Perspektive wahr, das kommende Ufer hingegen erkennt man nur schemenhaft. Auf einer Brücke zu wandern gleicht einem Tasten, ist Vorahnung, Abschied und Begrüßung zugleich, begleitet von Vorfreude, Angst, Überraschung.
Diese hörbaren Überschreitungen implizieren eine Non-stop-Konzert, das zwischen den Stücken keine Stille einkehren lässt, sondern Wege von einem zum nächsten schafft. Somit ist dieses Konzert der Versuch der Verbindung von elektronischer und akustischer Musik (in den Werken selbst), der Verbindung einzelner Werke, aber auch ein Nachspüren dessen, wie Perspektiven sich verändern, wenn man sich in Bewegung befindet.

Werke von:
Katharina Klement, Johannes Berauer, Luigi Nono, Frederik Neyrinck, Lorenzo Romano
Programmänderungen vorbehalten

Franziska Fleischanderl
Frederik Neyrinck
Lorenzo Romano
 

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Fr, 5.12.2014, 19:30

Anton Bruckner Privatuniversität, Wildbergstrasse 18, 4040 Linz

MAX BЯAИD EИSΞMBLΞ


Leitung: Richrad Graf und Christoph Cech

Werke von Irene Kepl, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Gerald Resch, Christoph Cech, 
Johannes Kretz, Alexander Seidelmann

Die INÖK setzt dem großen niederösterreichischen Komponisten MAX BRAND, der 1980 in Langenzersdorf verstorben ist, ein musikalisches Denkmal. Auf Initiative von Richard Graf und der künstlerischen Zusammenarbeit mit Christoph Cech fand im Klangraum Minoritenkirche Krems im Rahmen der "Tage der Neuen Musik in Niederösterreich 2012" die Gründung des MAX BRAND Ensembles – Niederösterreichisches Ensemble für Neue Musik statt.
Dieses möchte im Geiste MAX BRANDs innovative Kunst und neue musikalische Hörzugänge ermöglichen. Unter„Neuer Musik“ soll ein weites Spektrum musikalischer Ausdrucksformen verstanden werden: Das Vokabular der Neuen Musik – Experiment verdichtete Klangsprache – erweitert um rhythmische Sprachen der Welt, parametrische und freie Improvisation, zeitgenössischen Jazz, elektronische Medien, Kommunikationsexperimente, unorthodoxe Instrumental/Vokalbesetzungen. Mit diesem Kanon an Möglichkeiten soll ein Forum für kompositorisches Quer-nach-vorne-Denken geboten werden.

Beim heutigen Konzert werden u.a vier KomponistInnen präsentiert, die eng mit der Anton Bruckner Privatuniversität (ABPU) verbunden sind: Irene Kepl, Absolventin des Hauses, die sich sowohl als Geigerin als auch als Komponistin und Improvisatorin einen internationalen Namen macht, die beiden Linzer Gerald Resch, Lehrender am Haus und Oberösterreichischer Landeskulturpreisträger 2014 und Axel Seidelmann, der seinen 60. Geburtstag feiert, sowie Christoph Cech, der als Professor für Jazz-Komposition an der ABPU wirkt und das innovative Profil des Hauses maßgeblich mitprägt.

Eine Kooperation von Musik Im Raum, INÖK – Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen (www.inoek.at), ÖGZM – Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik (www.oegzm.at).
Mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramtes – bka.

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Fr, 19.12.2014, 19:00

Drehpunkte

Landesbibliothek Linz, Schillerplatz 2, 4020 Linz

Ein Konzert der anderen Art im Atrium
Karen Schlimp / Klaus Hollinetz

Die beiden KomponistInnen Karen Schlimp und Klaus Hollinetz verweben akustische und elektronische Klänge mit Performance und kalligrafischen Partituren. Die Komposition „Swirl“ von Karen Schlimp ist vom Drehen der tanzenden Derwische inspiriert. Partituren auf Reispapier bewegen sich im Raum und verbinden Archaisches mit zeitgenössischer Musikerfahrung – eine Einladung in andere Formen der Wahrnehmung einzutauchen.

Ausführende:
Karen Schlimp// Klavier, Komposition
Klaus Hollinetz // Elektronik, Komposition
Manuela Kloiblmüller // Akkordeon
Mohamed Khodadadi // Ney (persische Flöte)


Karen Schlimp - Pianomobile

 
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MiR im Brucknerhaus Linz

MiR im Brucknerhaus Linz am 2.2.2015

Ein ganzer Tag mit "Musik Im Raum"!
Konzerte und Uraufführungen, Workshops, Diskussionen, etc.



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Fr, 2. 2.2015, 15:00 - 23:00

Die Musiksammlung des Landes Oberösterreich präsentiert:
Forum Zeitgenössisches Musikschaffen

Musik Im Raum - Verein zur Präsentation zeitgenössischer Musik in Linz

Brucknerhaus Linz, Mo, 2.2.2015, ab 15:00, Mittlerer Saal


Programm:

15:00 - 16:00 Foyer
Instant Avantgarde
Eine Improvisationsmaschine
Thomas Mandel

16:00 - 17:00 Foyer-Treppe
Die Enden der Welt
12 Kanal Klanginstallation
Klaus Hollinetz

17:00-19:00 Saal
DISKURS ZUR ZEIT
Ein Podium zu brisanten Themen der Gegenwart mit oö. Musikschaffenden.
Moderation: Norbert Trawöger

17:00-19:00, Chorraum
Chorworkshop für UA
Offener Workshop für Sprecher und Sänger
Vorkenntnisse nicht erforderlich. Max. 30 Teilnehmer
Leitung: Christoph Althoff

19:30 Saal
West-östlicher Dialog I
(UA)
Komposition: Amir Abbas Ahmadi
Eroberung des Glücks (UA)
Komposition: Hassan Zanjirani Farahani
Studio Fugu:
Flöte: Latham Horn
Klarinette: Jesica Roposa
Violine: Elisabeth Köstler
Cello: Florian Andreas Giesa
Akkordeon: Lazar Mishkov
Klavier: Amir Abbas Ahmadi
Elektronik: Hassan Zanjirani Farahani
Dirigent: Alexander Quasniczka

20:00 Foyer
Werner Puntigam's TRIPTYCHON
Foyer Eine interdisziplinäre Simultanperformance
Ewald Oberleitner – Kontrabass
Franziska Fleischanderl - Hackbrett
Werner Puntigam - Visuals & Klangcollagen

20:30 Saal
CD Präsentation Taschendrache
Ein heuristischer Dialog
Irene Kepl- Violine, Elektronik
Mark Holub – Schlagzeug

21:00 Saal
Echoes from Zimbabwe
Duo Puntigam- Hollinetz
Klaus Hollinetz – Elektronik
Werner Puntigam – Posaune, Muschelhorn

21:30 Saal
Die 81 Namen des Ho-Chi-Minh
Performance für 3-4 Instrumentalisten und Chor von Christoph Althoff
Leitung: Christoph Althoff

22:00 Foyer
Are you lonesome tonight ?
Performance Installation
Hannes Löschel – Extended Harmonium
Jianan Qu – Choreografie Ursula Klein – Evironment


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2015_Herbstkonzerte..............................................

Fr. 09. Okt. 2015
19:30, Marcel Callo Kirche LINZ-AUWIESEN
(Schörgenhubstr. 39)









CANTUS MOBILE 

alte Melodien - neue Klangströmungen 

Gero König (Chordeograph), Karen Schlimp (Klavier, Orgel, indisches Harmonium, mobile Tasteninstrumente) 

Die Verbindung von alter Melodik von Hildegard von Bingen mit neuen Klängen steht im Zentrum dieser Konzertperformance. Im Spannungsfeld traditioneller und komplexer Klangerzeugung werden verschiedene instrumentale Klangspektren zueinander in Beziehung gesetzt: verschiedene Tasteninstrumente wie indisches Harmonium, Orgel und präpariertes Klavier treffen zusammen mit dem ganz neu entwickelten Instrument "Chordeograph". Einem Instrument, das bautechnisch vom klassischen Piano inspiriert ist, aber völlig anders klingt und auch ganz anders gespielt wird: mit Leisten aus Metall, Holz und Kunststoffen. Den Zuhörern bietet sich durch die Verbindung von verschiedenen Raumpositionen der MusikerInnen eine Vielfalt von Klang- und Raumwahrnehmungen.



PLENUM 1:6 (UA)
Angélica Castelló, Gobi Drab, Katrin Hauk, Thomas List, Steffi Neuhuber, Reni Weichselbaum (Paetzoldblock- flöten)

Die "1" steht für ein In Nomine, dessen eigentlicher Ausgangspunkt die um 1528 komponierte sechsstimmige Messe Gloria tibi Trinitas von John Taverner (um 1495–1545) ist. Die "6" steht nun für sechs weitere Schichten, die von den MusikerInnen des Ensembles PLENUM neu geschrieben werden. Sechs kurze Kompositionen, die sich auf die "In Nomine" Grundschicht/Tradition beziehen, diese dekonstruieren und an ihr kratzen werden. PLENUM, darunter versteht man den Zusammenschluss von sieben in Wien lebenden BlockflötistInnen, spezialisiert auf5das Spiel Alter Musik, zeitgenössischer Kompositionen und freier Improvisation mit viereckigen Bassblockflöten der Marke 'Paetzold by Kunath'.



Fr. 09. Okt. 2015
19:30, Marcel Callo Kirche LINZ-AUWIESEN
(Schörgenhubstr. 39) 








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Donnerstag 29. Oktober 2015, 19:30, Keplersalon

 

PALIMPSEST. Sprache - Text - Überschreibungen

 

Bekannte Inhalte zu überschreiben, altes, vielleicht überkommenes, oberflächliches Material abzulösen um neue Inhalte zu applizieren, deren Gehalt mit dem Vorigen, das immer noch sichtbar merklich durchschimmert, eine neue Verständnisebene bilden kann.

Man kennt das: durch Abwaschen, Abschmirgeln, Aufrauhen oder Abschaben entstehen neue Oberflächen oder die Dinge erscheinen bis auf ihren Kern, auf die Knochen zurückgeführt. Dieses Mark kann nun neu oberzogen und gestaltet werden - und bleibt doch immer in seiner Gestalt wirksam.

So geht es hier um Sprache und Text, Verständlichkeiten, Hinter- und Vordergründe, Lesbarkeit, Essenzen, Bedeutungsebenen, Tiefgründigkeiten. Nicht immer steht das Nicht-Offensichtliche gleichsam metaphorisch zwischen den Zeilen, sondern verbirgt sich in tieferen Schichten im Gesprochenen und Lesbaren selbst.

Während der Sprachklang- und Performancekünstler Jörg Piringer auf seine ganz unnachahmliche Weise auf die Bedrohung der Sprachen in Zeiten der globalisierten Überwachung reagiert, setzt der Klangforscher und Musiker Richard Eigner mit seinen "De-Noising" Techniken dem Sprachklang selbst zu. Und dann forme ich aus Schichten von Text und Sprache, aus archaischem und biblischen Material, neue Überschreibungen.

Können wir den Worten noch vertrauen? Was ist, wenn zwischen den Lauten und den Texten neue, unerwartete Bedeutungsebenen auftauchen?

Die Formen elektronischer und elektroakustischer Musik und der Performance werden uns bei unseren Erkundungen leiten.

(Klaus Hollinetz)

 

DARKVOICE

 

Jörg Piringer (Solostimme, Elektronik, Video)

DARKVOICE ist eine elektronische audiovisuelle Performance,
die sich mit der Rolle der gesprochenen Sprache unter der Bedrohung
einer permanenten und allumfassenden Überwachung auseinandersetzt.

Analog zu historischen Geheimsprachen wie „rotwelsch“
propagiert die Performance die Erschaffung einer fiktiven elektronischen Geheimsprache namens „darkvoice“:
Darkvoice ist die Verdunkelung der Sprache, darkvoice ist der Code-talker,
den niemand mehr versteht, weil seine Sprache nicht ausgestorben ist, sondern nie existiert hat.
Darkvoice ist die geschwärzte Sprache, die unentschlüsselbare Botschaft.
Darkvoice ist der Klang der neuen Weltordnung, die Privatsprache im Netz.

 

 



DENOISING Language/Voice

 

Richard Eigner (Elektronik)

 Die akustische Phonetik teilt Sprachlaute in Vokale und Sonoranten (wie Nasale, Liquide) mit Klangcharakter und Plosive und Frikative, die dagegen Geräuschcharakter aufweisen. Bei den Vokalen und Sonoranten wird durch die Vibration der Stimmlippen im Kehlkopf ein Basisklang erzeugt, dessen Teiltöne anschließend durch die Resonanzräume des Ansatzrohres verstärkt (oder gedämpft) werden.

Spezielle "Entrauschungs"-Werkzeuge werden erstmals im Rahmen einer systemlinguistischen Untersuchung für Sprachaufnahmen literarischer Werke verwendet. Welche Parameter der akustischen Phonetik werden sich wohl dem "Denoising-Prozess" widersetzen?



 


PALIMPSEST.PSALM Eine Überschreibung

Klaus Hollinetz (Elektronik)

 Immer und immer wieder legen sich Schichten

übereinander, ganz dünne Lagen, die das

Vorherige durchschimmern lassen.

 

Ist es ein Text, der hier nachklingt, kennt man die

Sprache noch, sind noch Worte erkennbar?

Manchmal scheint es, als klänge eine Antwort

durch. Doch wie lautete dann die Frage?

 

Langsam löschen die Ereignisse die Erinnerung

aus. Nur einzelne Momente bleiben übrig,

Farbtupfen, die kräftig genug sind; Störungen im

sonst gleichförmigen Gewebe, Ausfransungen,

Wölbungen, Knoten.

(Momente, Stille, Durchquerungen der Zeit)


 

 



 

Jörg Piringer

geb. 1974, lebt in Wien. Mitglied beim Institut für Transakustische Forschung und beim Gemüseorchester. International ausgezeichneter Klang-, Radio- und Bildkünstler.

Ausführliche Informationen, Blog und weiterführendes Material unter http://joerg.piringer.net

 

Richard Eigner

geb. 1983, lebt und arbeitet in Wien und Linz und bewegt sich als Komponist, Klangkünstler und Schlagwerker an der Schnittstelle zwischen experimenteller akustischer Musik und digitalen Klanginstallationen - stets auf der Suche nach unentdeckten Timbres. Mitglied des Ensembles Ritornell.

Ausführliche Informationen, Blog und weiterführendes Material unter http://richard.ritornell.at

 

Klaus Hollinetz

geb. 1959, lebt in Traun, Klangkünstler und Komponist. Lehrbeauftragter am IEM - Institut für Elektronische Musik und Akustik an der Kunstuniversität Graz. Ihn interessieren alle Klänge im Zusammenhang mit möglicher Musik - die Klänge der uns umgebenden Lautsphäre im Besonderen.

Bio und Werkverzeichnis unter http://klaus.hollinetz.at

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Musik Im Raum - Herbstkonzerte 2015

Donnerstag 19. November 2015, 19:30, Martinskirche, Linz



(in)solit(air)e

Ria Georgiadis - Querflöte

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Die musikalischen Malgründe dieses Programms lassen spannende Ein- und Durchblicke in eine Entwicklung der (nicht nur) Flötenmusik, die sich weit über ein Jahrtausend spannt, entstehen.


Die menschliche Stimme als Träger des Übermenschlich – Göttlichen, wird in Aitkens Plainsong vom in der Liturgie verankerten, gesungenen Wort Gottes Inspiration für zeitgenössische Kunstmusik, während Henry Brants zeitgenössische Interpretation gregorianischer Flötenchoräle, Ria Georgiadis als Leinwand zu neuen Transformationen auf der Bassflöte verhilft. Rudolf Jungwirth, beeinflusst durch das Wesen der Orgel, sucht und schenkt der Flöte, stets orientiert durch eine immerwährende Geistlichkeit neue Klänge und Formen des Ausdrucks. Dimitra Trypanis „Monologue for a multitasking Flutist“, geleitet durch die Formel „Omia ab uno, omnia ad unum“, lässt William Turner, Brian Green und Heraclitus aufeinandertreffen und schichtet, verwebt und vereint, Bildnerisches, Wissenschaftliches und Philosophisches. Das Programm zeichnet der schillernde, witzige, musikalisch-instrumental scharfsinnige Geist Heinz Holligers, der seine Sonate (in)solit(air)e“ mit den verspielt-verwobenen Wortspielereien, weit über einen musikalisch-historischen Kontext hinaus, vieldimensional verankert und dabei die physiologischen und spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments und der SpielerIn auslotet.


Die Schichten dieses reichen musikalischen Fundus ermöglichen den ZuhörerInnen, an einer aktiven Entdeckungsreise mitzumachen!



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-> aktuell: "reconsort" muss krankheitshalber abgesagt werden und findet zu einem späteren Zeitpunkt statt!
Wir werden sie auf dem Laufenden
halten!


flutefeedback


REConsORT

Hemma von der Schönen Au- renaissancerecorders, recordings, electronics

Petra Wurz - renaissancerecorders, recordings, electronics

 

Eine programmatische Mischung aus Soloconsort und Feedbackflöten

oder

Die Entstehung einer Cremeschnitte als musikalische Form betrachtet

 

Grundlage ist immer wieder derselbe „cantus firmus“ (irgendein damaliger Ohrwurm in Pfundsnoten) als Klanggerüst, darüber und darunter werden Schicht für Schicht, loop für loop die anderen kontrapunktischen Melodien gelegt, bis alle autarken aber dennoch harmonisch verbundenen Melodien ein fertiges, meist fünfstimmiges Musikstück geworden sind. Diese „alten“ Musikstücke bilden selbst wieder die Blätterteigschichten, zwischen welche die modernen Improvisationen als Creme kommen: Eine kräftige Mischung aus den mikroskopisch vergrößerten Einzelkomponenten der Instrumentalklänge sowie elektronischer Verfremdung derselben.

Den unvermeidlichen Zuckerguss bildet der charakteristische Klang der historischen Instrumentenfamilie: Das Flutes doulces - Consort (ein Ensemble von Instrumenten derselben Art, aber verschiedener Größe) oder anders gesagt: der durch menschlichen Atem betriebene Synthesizer des 16. Jahrhunderts schlechthin - obertonarm, aber dadurch reich an Differenztönen.

Die gelungene Renaissance-Cremeschnitte zeichnet sich also folgendermaßen aus: Die Vielfalt in der Einfalt erzeugt bei stimmiger Proportionierung eine ausgewogene Ganzheit. Und wie für die heutige Cremeschnitte gilt auch hier: Die gegensätzliche Konsistenz fördert den Genuss!

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